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Mini Evergreen
Besitzer Axel Krause
BRUSA Elektronik AG
Neudorf 14
CH-9466 Sennwald
       
Historische Alpenüberquerung am 18.08.97

Start 06.30 in Gams mit vollen Batterien. Die ersten zwei Stunden der Fahrt war es noch dunkel, so dass wir für die Scheinwerfer ca. 2% der Batteriekapazität aufwenden mussten.

Bei Sonnenaufgang erreichten wir das Tunnelportal des San Bernardino. Dort hatten wir bereits 74% der Energie verbraucht, obwohl wir erst gut die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatten.

Auf dem ersten Teil der steilen Abfahrt konnten wir etwa 5% der Gesamtkapazität wieder rekuperieren. Ab Kilometer 140 war das Gefälle geringer, so dass wir ohne nennenswerten Verbrauch die nächsten 20 km zurücklegen konnten. Dank der Rekuperation waren wir in Bellinzona, dem tiefsten Punkt der Reise, immer noch auf dem gleichen Stand der Kapazität wie auf dem San Bernardino, also ca. 50 km "ohne" Energieverbrauch.

In Stabio haben wir während der Besprechung mit einer Geschäftspartnerin wieder aufgeladen. Nach gut 2 Stunden waren die Batterien dank dem 10 kW Ladegerät wieder voll. Auch auf der Rückreise war keine Zwischenladung auf der Strecke notwendig. Das erste Mal in der Geschichte hat ein Elektrofahrzeug die Alpen von einer Talsohle zur anderen ohne Zwischenladung überquert. Und das gleich zweimal am gleichen Tag.
Grafische Darstellung der Fahrt
Die Grafik zeigt die Abweichung der Ampere-Stunden vom Durchschnitt, wenn dieselbe Strecke auf der Ebene abgefahren würde. Aus der Kurve lassen sich folgende Rückschlüsse ziehen:
  • Die Kurve gibt praktisch das Höhenprofil wieder. (Bei Darstellung der verbrauchten kWh statt Ah wäre die Übereinstimmung noch grösser.)
  • Die Reichweite wird auch von hohen Bergen nicht beeinflusst, da die gesamte potentielle Energie einerseits durch Rekuperation, aber auch durch einfaches Rollenlassen, wieder zurückgewonnen werden kann.
  • Die Bergstrecke darf für optimale Reichweite allerdings nicht am Ende einer langen Strecke sein.
Beim Rückweg haben wir die ersten 60 km extrem wenig Energie verbraucht. Die Hauptursache liegt in einem starken Rückenwind und der um 15 Grad höheren Lufttemperatur. Ausserdem war die Batterie bei der zweiten Fahrt um rund 15 Grad wärmer, was einen geringeren Innenwiderstand bewirkte. Bei der Ladung in Stabio wurden 23.5 kWh ab Netz bezogen, was einem sehr tiefen Energieverbrauch von 10.7 kWh / 100 km (1 Liter Benzin) entspricht.
 
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